Der Maschinist

Drama/Thriller, Spanien 2004

Nicht verfügbar in Ihrem Land
"Kafka meets Freud und David Lynch - ein eindrucksvoller Trip in die Abgründe der menschlichen Seele." (kino-zeit.de) Seit einem Jahr kann Trevor Reznik (Christian Bale) nicht schlafen. Tagsüber arbeitet der bis auf die Knochen abgemagerte Mann in der metallverarbeitenden Schwerindustrie unter den strengen Augen des Vorarbeiters Tucker. Abends sucht er Trost bei der Prostituierten Stevie (Jennifer Jason Leigh) - oder lässt sich im Flughafencafé von der Kellnerin Marie immer zur selben Zeit eine Tasse Kaffee servieren. Da begegnet Trevor eines Tages sein neuer Kollege Ivan. Abgelenkt durch eine bedrohliche Geste des Fremden, führt Trevors Unachtsamkeit an der Maschine zu einem folgenschweren Unfall, bei dem einer seiner Kollegen einen Arm verliert. Doch ein Mann namens Ivan ist im Unternehmen weder angestellt noch bekannt. Trevor traut sich und seiner Wahrnehmung immer weniger über den Weg. Gelbe Zettel sollen ihn an wichtige Erledigungen erinnern. Nur wird Trevor aus manchen Zetteln nicht mehr schlau – und hat er diese wirklich selbst geschrieben? Der britische Schauspiel-Star Christian Bale („The Dark Knight“) hat für die Rolle des "Maschinisten" nahezu 30 Kilogramm abgenommen, was fast einem Drittel seines normalen Körpergewichts entspricht. Er sollte nicht der Einzige bleiben, der für das erstklassige Skript des Films alle Hebel in Bewegung setzte. So musste Regisseur Brad Anderson den kompletten Dreh nach Spanien verlegen, weil er in den USA keine Produzenten fand – obwohl die Geschichte in Los Angeles spielt. "Geschadet hat es dem vers­tö­renden, betö­renden Film nicht, im Gegenteil. Sein künst­li­ches, bis aufs letzte Nummern­schild 'insze­niertes' L.A. ist viel mehr hallu­zi­no­gene Twilight Zone, als es das echte je hätte sein können. Und schafft es, dass dieses irri­tie­rende Gefühl der entrückten Künst­lich­keit den ganzen Film über anhält. Großartig! [...] Bei allen Thriller-Elementen mutet 'Der Maschinist' über weite Strecken an wie ein moderner Film Noir, ein Bilder­tep­pich aus entsät­tigten Farben, in dem Tuckers roter 69er Pontiac Firebird wie ein Schand­fleck ins Auge knallt. 'Der Maschinist' ist manchmal fast Tortur und dabei ein gran­dioser Film. Einer, der die Unvoll­s­tän­dig­keit seiner Hand­lungs­stränge als komplexes Abbild eines kranken Kopfes insze­niert. 'Lügende Rück­blende' und 'Spring­teu­fel­chen-Ende' werden zu mit großer Dreh­buch­kunst einge­wo­benen und deswegen komplett legi­ti­mierten Bestand­teilen der Geschichte, sodass man diese Begriffe eigent­lich gar nicht verwenden sollte. [...] 'Der Maschinist' ist das beklem­mend ästhe­ti­sche Psycho­gramm eines gequälten Geistes, ist zaghaftes Wech­sel­spiel mensch­li­cher Einsam­keit und der Andeutung einer Bewäl­ti­gung. Und natürlich lässt sich 'Der Maschinist' wie so viele Filme der letzten drei Jahre auch als Statement zum ameri­ka­ni­schen Selbst­ver­s­tändnis lesen." (Anja Marquardt, auf: artechock.de)
102 Min.
HD
FSK 16
Sprache:
DeutschEnglisch

Auszeichnungen

Sitges 2004 Bester Schauspieler: Christian Bale Beste Kamera, Bester Film
Neuchâtel International Fantastic Film Festival 2004 Bester fantastischer Spielfilm
Barcelona Film Awards 2005 Beste Darstellerin Aitana Sánchez-Gijón

Weitere Informationen

Drehbuch:

Scott Kosar

Komposition:

Roque Baños

Produktion:

Julio Fernández

Besetzung:

Christian Bale (Trevor Reznik)

Jennifer Jason Leigh (Stevie)

Aitana Sánchez-Gijón (Marie)

John Sharian (Ivan)

Michael Ironside (Miller)

Lawrence Gilliard Jr. (Jackson)

Reg E. Cathey (Jones)

Anna Massey (Mrs. Shike)

Matthew Romero Moore (Nicholas)

Originaltitel:

The Machinist

Originalsprache:

Englisch

Format:

1:2,35 HD, Farbe

Altersfreigabe:

FSK 16

Sprache:

DeutschEnglisch

Weiterführende Links:

IMDb

The Movie Database

Filmdienst